IBKA Hessen unterstützt Forderung nach weltanschaulicher Neutralität

26. Januar 2012 - 19:23

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Der Internationale Bund der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA) in Hessen begrüßt den Antrag des Egelsbacher Bürgers Peter M. Radebach-Opitz an die Gemeindeverwaltung, die an die Evangelische Kirche erteilte Erlaubnis zur Aufstellung von drei hölzernen Kreuzen auf dem Gelände der Gemeinde zurückzunehmen.

Die Holzkreuze waren im Rahmen der Kinderbibelwoche der evangelischen Gemeinde gebaut und 2011 an drei öffentlichen Plätzen – einem Rodelhügel in der Nähe des Kindergartens, einem stark frequentierten Fernwanderweg sowie in der Nähe einer Grillhütte – mit Genehmigung der Verwaltung aufgestellt worden. „Die Erlaubnis zum Aufstellen von drei über zwei Meter großen Holzkreuzen an derart exponierten Stellen ist mit der grundgesetzlich verankerten Neutralität des Staates in weltanschaulich-religiösen Fragen nicht zu vereinbaren“, sagt dazu der stellvertretende Sprecher des IBKA Landesverbands Hessen Andreas Braun.

Der schon im so genannten Kruzifix-Urteil von den Gerichten formulierte Grundsatz, dass der Staat sich mit keiner weltanschaulichen Richtung identifizieren darf, werde durch die Errichtung der drei Kreuze auf Gemeindegrund in eklatanter Weise verletzt: „Das von Pfarrer Diehl in der öffentlichen Diskussion vorgebrachte Argument, der Glaube sei keine Privatsache, kann so nicht unwidersprochen stehen gelassen werden. Es ist schlicht falsch und steht im Gegensatz zu den in Deutschland bestehenden Rechtsnormen. Die Kreuze auf dem Gelände der Gemeinde sind ein provokantes, christliches Symbol und damit nicht geeignet, das friedliche Zusammenleben von Bürgern unterschiedlicher Weltanschauungen zu fördern. “